Belastungssituationen, Krisenintervention, Traumata

Von einer psychischen Krise spricht man dann, wenn wir in einer bestimmten Lebenssituation mit neuen belastenden Ereignissen konfrontiert werden und dabei die uns zur Verfügung stehenden Problemlösungsfähigkeiten nicht ausreichen, um die neue Situation zu bewältigen. 

Das Versagen unserer Möglichkeiten zur Anpassung, ruft zumeist ein massives Gefühl von Überforderung hervor. Dieses Gefühl kann dann zum Verlust des seelischen Gleichgewichts führen.  

Es gibt unterschiedliche Typen vor Krisen. Menschen die mit unvorhersehbaren Schicksalsschlägen konfrontiert werden, wie z.B. Krankheit oder Invalidität, Tod eines Nahestehenden, Trennung, Kündigung etc. erleben oft eine traumatische Krisensituation. Meist handelt es sich um eine schwerwiegende Verlusterfahrung. Sowohl eine drohende als auch eine bereits statt gefundene Verlusterfahrung können Traumata auslösen. Das Vorliegen einer Krise bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass eine Krisenintervention von Nöten ist. Ob eine professionelle Unterstützung notwendig oder sinnvoll ist, hängt wesentlich davon ab, welche Ressourcen vorhanden sind. Dabei geht es nicht nur um die persönlichen Ressourcen des Betroffenen, sondern auch darum, welche Hilfestellungen gibt es in der Familie, im beruflichen Alltag, bei Freunden usw.  

Es gibt gewisse Situationen im Leben die für jeden Menschen mit größeren Entwicklungsaufgaben einhergehen, obwohl sie zum normalen Lebenslauf gehören. Dies sind Schwellensituationen wie z.B, "Auszug aus dem Elternhaus", "Heirat", "Kinder bekommen", Kinder ziehen aus", "Pensionierung", "Verlust der Eltern" u.Ä. Manche Menschen tun sich aus ganz unterschiedlichen Gründen schwer, sich der neuen Situation anzupassen. Es kann sogar zum Verlust des psychischen Gleichgewichts kommen. Hierbei kann es sich um eine Entwicklungs- bzw. Veränderungskrise handeln. Auch hier kann eine Psychotherapie sehr hilfreich sein, einerseits um besser zu verstehen, warum die entsprechende oder erwartete Anpassung so schwer fällt und andererseits um eine Unterstützung zur besseren Bewältigung der neuen Lebenssituation zu bekommen.

Ein weiterer, auch recht verbreiteter Anlass für eine krisenhafte Entwicklung ist das sogenannte Burn-Out-Syndrom.