Zwänge

Ausgeprägte Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen werden meist als sehr quälend erlebt. In der Regel erkennt der Betroffene sein Verhalten als sinnlos oder ineffizient und versucht dagegen anzukämpfen, jedoch oft erfolglos. Bei den Zwängen kann es sich um stereotype Verhaltensmuster oder Rituale handeln, aber auch um Ideen oder Impulse von denen man nicht wegkommt. Angst ist meist ständig vorhanden, vor allem dann, wenn die Zwänge unterdrückt werden, wenn das Gefühl von Kontrolle verloren geht. 

Zwangsrituale oder zwanghafte rigide Denkweisen werden eben in der Regel als sehr belastend erlebt und führen nicht selten zu deutlichen Beeinträchtigungen in der Lebensführung. Es fehlt die Gelassenheit und es wird nicht selten ein enormer Zeitaufwand betrieben. Oft können Entscheidungen aufgrund des Hin-und Her-Grübelns nicht getroffen werden. 

Die Zwänge entwickeln sich oft schleichend und aus einer seelischen Not heraus. Oft wird der Zwang vor anderen Menschen geheim gehalten. Der Betroffene schämt sich und versucht zunächst alleine mit seinem Problem fertig zu werden.

Eine leichte Zwänglichkeit ist jedoch nicht unbedingt behandlungswürdig, wie z.B. bei der Ordnungsliebe. Schliesslich können und müssen nicht alle Menschen gleich sein. Sollten Sie jedoch unter einer Zwangsproblematik leiden, die Ihre Lebensentfaltung beeinträchtigt, sollten Sie eine professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.